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Nachdenkliches

Warum Entschleunigung auch beim Spielzeug beginnt

oder: Minimalismus im Kinderzimmer…

Dieser Artikel bietet Dir Inspiration, Ideen und Gedankennahrung, sowie Möglichkeiten der Reflexion und Selbstbetrachtung in Bezug auf Minimalismus und Normalität im Umgang mit den Geschwindigkeiten des Lebens.

Die Worte sind meinen mich beschäftigenden Gedanken entnommen und reißen verschiedene Themen unserer medialen, digitalen, schnelllebigen Gesellschaft an, die zum Teil jeweils eigene Artikel, wenn nicht ganze Bücher füllen könnten bzw. sollten. Es sind Fragestellungen, Überlegungen und Beobachtungen, angereichert und untermauert aus persönlichen und beruflichen Erfahrungen, sowie diversen Quellen wie z.B. (Fach-)Büchern, Themenwebsites.

Es sind niedergeschriebene Gedankenfragmente ohne Anspruch auf Vollständigkeit, wissenschaftlicher Struktur und Aufarbeitung.

Lebst Du wie ich hinterm Mond?

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mit manchen meiner Einstellungen hinterm Mond lebe… oder von vorgestern bin … oder von vorvorgestern? Vielleicht bin ich auch einfach nur langweilig oder eingefahren in meiner Denkweise.

Aber von vorne. Eigentlich fühle ich mich nicht besonders alt und trotzdem scheint es als wäre meine Kindheit in einem anderen Jahrhundert gewesen. Äh stopp. Das stimmt tatsächlich ja auch, aber wenn man nur 20 Jahre vor einem Jahrhundertwechsel geboren wurde, fühlt sich dieser Sprung nicht sonderlich hoch an.

Simple Winke - Minimalismus im Kinderzimmer

Also neuer Versuch. Ja, ich bin ein Kind der 80er. Ich habe draußen in Wald und Wiese oder auf der Straße gespielt, bin bei meinen Freunden ein und aus gegangen und zuhause gab es – je nach Alter – Duplo, Lego, Playmobil, Bausteine, Papier und Stifte. Basteln war eine meiner Leidenschaften und ab der Schule dann auch das Lesen (Erstes selbst gelesenes Buch: Die Kinder aus Bullerbü :). Meine Stofftiere haben drinnen und draußen Abenteuer erlebt und einmal die Woche war ich im Ballett- und / oder im Musikunterricht um ein Instrument zu lernen. Ich bin mit dem Rad oder Bus dort hin gefahren und habe dabei gelernt mich zu orientieren und zurecht zu finden.

Fernsehen gab es natürlich auch in meinem Leben. Je nach Alter eine Folge Heidi, Biene Maja oder die Sesamstraße. Später war ich Fan der Bill Cosby Show. Ich weiß noch, dass ganze Filme – im Kino oder daheim – etwas außergewöhnliches und besonderes waren. Wenn ich mich richtig erinnere war einer meiner frühen Lieblingsfilme „Elliot das Schmunzelmonster“. Ansonsten natürlich Filme und Serien mit Tieren, wie „Die unglaubliche Reise“ (Original 1963), „Wolfsblut“ und Benji, Lassie, Fury und wie sie alle heißen.

Als mein Bruder noch klein war, hat er mit Wonne die Küchenschublade mit den Plastikboxen (Tupper) ein- und ausgeräumt, während meine Mutter gekocht hat. Irgendwann hat sie sich dem ergeben und wir haben die Spielfreude durch Eicheln und Kastanien erweitert. Diese wurden mit Wonne eingefüllt und umgefüllt. Die so gefüllten Boxen wurden glücklich geschüttelt, herumgerollt und sich am Klang erfreut. Auch hat er später seine Playmobil und Legowelten mit den Holzbausteinen „Kapla“ erweitert und sein Zimmer in ganze Themenwelten verwandelt. Sein absoluter Held war Michel aus Lönneberga, von dessen Geschichten er nie genug bekommen konnte, so dass das Buch fester Bestandteil des abendlichen „Bett-Bring-Rituals“ wurde.

Gemeinsam Geschichten erleben.

Mit zwölf Jahren habe ich angefangen zu babysitten und schon in meiner Babysitter „Karriere“ ist mir aufgefallen, dass Spielzeug plötzlich Batterien braucht, blinkt, fährt, antwortet oder auf Knöpfe reagiert.

Ab meinem 15. Lebensjahr war ich in den Sommerferien regelmäßig Betreuer bei Kinderfreizeiten nach Österreich. Das Leben auf einer alten Burg mit Wanderungen, Lagerfeuer mit Stockbrot, Ritterspielen, Basteleien, Geschichten, Ausflüge zu Badesee und anderen attraktiven Zielen, hat die ursprünglichen Sorgen der Kinder über mangelnde Fernsehgeräte, Game Boys oder ähnliches unterhaltendes schnell zerstreuen können.

Simple Winke - Minimalismus im Kinderzimmer

Vielleicht fragst Du Dich warum ich Dir die „schöne-bunte-heile-Welt“-Geschichten aus meiner Kindheit erzähle. Entweder kennst Du dies sowieso alles von Deiner eigenen Kindheit oder ich muss Glück haben, wenn Du nicht bereit weggeklickt hast oder beim Lesen eingeschlafen bist.

Schöne bunte Welt?

Tatsächlich das alles nur um zu erklären, warum ich mit Mitte / Ende 30 frage, sozusagen bereits das Bedürfnis empfinde, wie meine eigene Großmutter zu denken und zu reden. Denn ja, „damals durften wir noch …“, „wir hatten noch …“, „wir konnten noch …“, „das hätte es bei uns nicht gegeben“, usw.

Ich muss gestehen, dass ich garnicht weiß wo ich anfangen soll mich zu wundern, zu staunen oder mit dem Kopf zu schütteln.

Simple Winke - Minimalismus im Kinderzimmer

Ja, die Zeiten haben sich geändert, ja nicht jedes Kind wächst in einem Dorf oder in einer ruhigen Straße auf, ja es ist wichtig, dass Kinder direkt den Umgang mit Computern und dem Internet lernen, ja wir wollen Kindern etwas bieten und ihnen am liebsten alles geben.

Aber was ist eigentlich aus den Warnungen bzgl. zu viel Fernsehen für Kinder geworden? Aus dem Lernen sich selbst beschäftigen zu können? Aus dem Aufbau bzw. der Förderung feinmotorischer Fähigkeiten? Selbst Geschichten ausdenken? Frei spielen ohne Spielzeug? Phantasievolles spielen mit anderen Kindern? Geschichten lauschen ohne sich bewegende Bilder? Ein Buch lesen?

Dass Spielzeuge Batterien brauchen, ist wie erwähnt bereits länger nichts neues mehr, aber ich frage mich bereits was als nächstes kommt. Künstliche Intelligenz Spielzeuge (mit Verbindung zum Internet um stets aktuell zu sein)? In Japan scheinen Roboter-Haustiere ja bereits an der Tagesordnung zu sein.

Simple Winke - Minimalismus im Kinderzimmer

Gleichzeitig warnen Studien und Statistiken, dass die Menschen immer dicker werden und doch schenken wir unseren Kindern statt Rollschuhen oder einem Fahrrad diese selbstfahrende Skateboards (Hoverboards? SegRoller?) und lassen sie nicht mal ein paar Meter selbständig zur Sporthalle oder der Bushaltestelle laufen. Was sollen denn die Leute denken, wenn mein Kind irgendwohin laufen muss? Und ist das denn überhaupt sicher? Wäre das nicht verantwortungslos?

Aber wie sollen Kinder denn lernen sich selbständig in der Welt zu bewegen, wenn sie nicht von Anfang an alters- und umgebungsgerecht die Möglichkeit dazu bekommen?

Simple Winke - Minimalismus im Kinderzimmer

Von Selbstwert und Selbsterfahrung und was diese mit Zeit zu tun haben

Es ist wichtig Kinder zu fördern und Ihr Selbstwert zu unterstützen. Erfahrungen machen zu lasen, sich auszuprobieren, Dinge zu bauen / zu erschaffen, eben die Welt zu entdecken und den eigenen Freuden und Talenten nachzuspüren.

Als ich ca. sieben Jahre alt war, hat mir mein Großvater ein großes Set besondere Buntstifte von Faber Castell geschenkt. Meine Oma hat mir dazu erzählt, dass mein Opa dafür extra in ein Fachgeschäft gegangen ist und dort erklärt hat, dass er Stifte für seine Enkelin braucht. Aber nicht irgendwelchen Kinderkram, sondern etwas anständiges, denn seine Enkelin sei eine kleine Künstlerin.

Ich habe immer Freude am Malen gehabt, wenn ich bestimmt auch nicht überdurchschnittlich talentiert war, aber diese Stifte, haben mir ein besonderes Gefühl gegeben. Dass mir mein Opa besondere Stifte schenkt, weil er meint, dass meine Malerei das verdient, hat mich stolz gemacht und mich motiviert. Ich habe diese Stifte gehütet wie meinen Augapfel und ich habe sie bis heute. Und bis heute erzähle ich diese Geschichte und bin – nicht lachen – noch immer stolz auf diese besonderen Buntstifte und auf den Grund warum ich sie bekommen habe.

Schatz aus Kindertagen…

Es kommt (für Kinder) nicht darauf an wie teuer etwas ist, wie gut die Bewertungen auf Amazon sind, welcher Star dies Produkt auch benutzt oder aufgrund welchen Trend es gerade besonders wichtig ist dieses zu besitzen. Für Kinder sind die Eltern, Geschwister, die Großeltern und alle anderen, die ihnen nahe stehen die Vorbilder. Geschenke / Gegenstände / Spielzeuge erhalten mit diesen Verbindungen ihren ganz eigenen Wert. Kinder wollen, dass man stolz auf sie ist. Sie wollen etwas besonderes sein. In ihrer Welt. Aufmerksamkeit, Bestätigung und Unterstützung lässt sie mutig und selbstbewusst werden. Sie werden sich etwas trauen und ihren Platz in der Welt einnehmen und wenn nötig verteidigen. Denn sie haben gelernt, dass sie es wert sind. Sie haben gelernt auf ihre Fähigkeiten zu vertrauen, dass sie die Möglichkeit haben neues zu lernen und auszuprobieren.

Simple Winke - Minimalismus im Kinderzimmer

Es ist wichtig ihnen Raum dafür zu geben und sie nicht mit zu vielen Gegenständen und zu viel vorgegebenen, ihre Phantasie einschränkenden Medien zu überhäufen. Dabei ist der verantwortungsbewusste Umgang mit Medien natürlich wichtig. Besonders in der Vor- und Nachbereitung des Medienkonsums bieten sich viele positive Möglichkeiten, die mediale Welt mit der „realen“ zu verbinden und bieten viele weiterführende Aktivitäten.

In meiner Arbeit als Sozialpädagogin (aber nicht nur während meiner Arbeit in der Beziehungsberatungsstelle), sah ich mich häufig mit Eltern konfrontiert, die sich mit vielen Aufgaben Ihres Alltags überfordert fühlten, da ihre Kinder jede Minute Ihre ganze Aufmerksamkeit forderten. Denke ich hier nicht nur in meine Kindheit, sondern noch viel weiter zurück, muss ich mich doch fragen, wie dies „früher“ und mit mehr Kindern, mehr körperlicher Arbeit und weniger Haushaltsmaschinen realisiert wurde. Es ist Tatsache, dass immer weniger Kinder lernen sich selbst zu beschäftigen. Dazu kommt, dass sie nicht nur mehr beschäftigt werden, sondern auch immer mehr mit unterhaltendem Spielzeug und Umgebungen ausgesetzt sind.

Damit möchte ich – und auch meine Informationsquellen – natürlich nicht sagen, dass man sich nicht mit seinen Kindern beschäftige sollte, auch sind alle diese Punkte immer aus dem individuellen Entwicklungsstandes und des Alters des Kindes zu betrachten. Aber tu Dir und Deinen Kindern etwas Gutes und gewöhne sie von Anfang an daran sich selbst – und mit einfachen Mittel – beschäftigen zu können. Und damit meine ich sicher nicht den – noch vor einigen Jahren sehr verpönten – „Babysitter“ Fernsehen oder ein anderes Gerät mit Bildschirm.

Die Geschwindigkeit der Welt

Generell haben Veränderungen der Technologie, der ständigen Erreichbarkeit und wie wir generell Dinge angehen natürlich auch Einfluss darauf wie wir selbst die Welt wahrnehmen. Wie unsere Wahrnehmung verändert wird, wie schnell wir uns daran gewöhnt haben, dass unterunterbrochen Dinge auf uns einprasseln, wir ständig in einer Geräuschkulisse leben, dass wir mehr und mehr Informationen nur noch scannen und nicht mehr richtig verarbeiten, einfach weil es viel zu viel ist? Besonders auch im Internet ist dies gut zu sehen. Seitenleisten mit 325 weiteren interessanten Infos, Popup-Fenster, Menüs, Icons, Cookie-Leiste und auch in den Artikeln selbst: „Twitter dies“, „hast Du schon gesehen, dass …?“, „wenn Du das kaufst, dann …“, „Diese 143 Tipps machen Dich …“, „Dieses 1001 iPhone Spiel wird Dein Leben verändern“, …

Oder schau Dir mal einen aktuellen Film an und dann einen von vor zehn, vor 20, vor 30 Jahren? Wir klagen über die Geschwindigkeit des Lebens, über das Hetzen hinter der Zeit, über wenige bewusste Momente. Wir machen Yoga und lesen wie wichtig es ist zu meditieren, aber gehen ins Kino um Filme zu sehen, in denen spätestens in den ersten zehn Sekunden etwas explodiert oder jemand qualvoll stirbt. Superhelden oder einfach super coole unbezwingbare Ausnahmemenschen jagen Zombies, Monster und Aliens. Pro Film reicht eine Art und schon garnicht menschliche „Bösewichte“ nicht mehr. Heutzutage müssen diese alle zusammen die „schon-alles-gesehen“-Gesellschaft unterhalten. Tote sind auch nicht nur einfach nur noch tot der Geschichte zuliebe, sie wurden vorher gefoltert oder misshandelt und wir wollen das anscheinend auch alles ganz genau im Detail, in Nahaufnahme und in Zeitlupe sehen.

Simple Winke - Minimalismus im Kinderzimmer

Wenn der Film dann doch etwas „alltäglichere“ Themen hat, bleibt auch hier oft nur noch wenig Zeit für Besinnlichkeit, Kamerakunst oder „langsame“ Bildsprache. Geschwindigkeit und die Masse der abzuhandelnden Themen nimmt generell zu. Warum sollte es den Helden im Film auch anders gehen als uns?

Wir sprechen von Achtsamkeit und Mindfulness und essen vor dem Fernseher oder mit dem Smartphone in der Hand. Das Betrachten von der vorbeiziehenden Welt im Auto und „ich sehe was was Du nicht siehst“ wird anscheinend ebenfalls mehr und mehr durch – ganz praktisch – Bildschirme am Sitz ersetzt. Nebenbei: Weißt Du noch wie man eine Landkarte liest?

Statt einem Waldspaziergang mit der Familie, schauen wir uns die passende Doku auf Netflix oder Amazon Prime an. „Natürliche“ Deko kann man schließlich auch im so nett drapierten Laden in der Stadt kaufen.

Wir fühlen uns zu mehr Minimalismus hingezogen und überhäufen unsere Kinder und uns selbst mit zu vielen Gegenständen, die uns unterhalten sollen und uns statt dessen wertvoller Freuden berauben.

Gleichzeitig fürchten wir den schädlichen psychologischen Einfluss von Social Media auf unsere Kinder. Die Sucht nach Aufmerksamkeit, das Leben in der falschen Realität, … alle sind glücklicher, besser und weniger alleine als ich? Dabei wünschen wir uns doch, dass sie selbstbewusst sind, dass sie kreativ denken, dass sie echte Freunde haben, dass sie fähig sein werden ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wir wollen, dass sie fähig sind altersgerechte Probleme zu lösen, Freude am Lernen haben, dass sie selbständig und unabhängig sind. Ja, „einfach“ dass sie glücklich sind.

Warten auf morgen

Wir bringen uns und unseren Kindern bei, dass die wahren Freuden jenseits des Alltags liegen. Wir warten auf Wochenenden und Reisen und wenn wir dann im Urlaub sitzen, machen wir Fotos von der schönen Aussicht und senden diese per WhatsApp an die, die nicht dabei sein können. Hier und jetzt sind wir dann später beim Yoga und auf den Fotos sehen wir wie schön der Urlaub gewesen ist.

Wir alle brauchen ständig Unterhaltung, ständig Eindrücke für unsere Sinne damit es nicht langweilig ist. Musik im Hintergrund oder auf den Ohren, Handy in der Hand, abgeschottet von der Welt. Wir werden unruhig, wenn wir nicht mit dem Internet verbunden sind und inzwischen gibt es Studien, dass Menschen lieber eine Woche auf ihren Partner als auf ihr Smartphone verzichten würden. Wir bemängeln das immer schlechter werdende Kommunikationsvermögen und tippen Kurznachrichten, die hauptsächlich aus Abkürzungen und Emoticons bestehen.

Simple Winke - Minimalismus im Kinderzimmer

Wir geben Kindern interaktive Spielzeuge, unterhalten sie mit sich dauernd bewegenden Bildern und wundern uns, wenn sie Stifte nicht richtig halten können und sich im Unterricht nicht auf einen einzelnen sprechenden Lehrer an der Tafel (gibt es das noch?) konzentrieren können. Diese nennen wir dann hyperaktiv und geben ihnen eine Tablette, damit sie besser still sitzen können und den Unterricht nicht stören.

Wir leben in einer Zeit der Gegensätze. Nie war alles mehr konform und systematisch organisiert, nie waren mehr Arbeitsstellen gefährdet und gleichzeitig gab es nie mehr Aufrufe zu mehr Selbstverwirklichung, Unabhängigkeit, Kreativität und die Aufforderung glücklich sein.

Simple Winke - Minimalismus im Kinderzimmer

Natürlich ist formuliere ich hier einiges überspitzt und ich möchte nicht den Anschein erwecken gegen Medien, digitale Welten und Internet zu sein. Im Gegenteil. Ich arbeite mit und im Internet, ich liebe manchen Komfort den Computer und Internet mir gegeben hat, auch wenn ich – wie vermutlich jeder – Technik gerne mal verfluche, ich habe Mitter der 90er meinen ersten Computer selbst zusammengebaut und mit Freunden an ersten Websites gebastelt.

Meiner Meinung nach muss die digitale Welt im Einklang und Balance mit der realen Welt sein, wir sollten den Kontakt nicht verlieren und wieder häufiger im hier statt mit der Welt im Bildschirm kommunizieren. Wir sollten die Zeit mit den Menschen verbringen, die gerade bei uns sind, die Momente und Aussicht genießen, die wir real vor Augen haben.

Simple Winke - Minimalismus im Kinderzimmer

Fazit

In einer sich schnell bewegenden mehr und mehr interaktiven, digitalen Welt, ist es – vor allem auch für Kinder – wichtig und vorteilhaft langsame Inseln zu schaffen, die Phantasie, Kreativität und Denkvermögen anregen, dabei helfen zu lernen sich selbst zu beschäftigen, sowie das Selbstwertgefühl und Sicherheit zu fördern.

Langsame Inseln, gemeinsame kreative Zeit und Besinnlichkeit – perfekt für Weihnachten :)

Simple Winke - Minimalismus im Kinderzimmer

Selbstkritische Betrachtung

Vielleicht ist Dir zudem aufgefallen, dass ich in dem kurzen Text viel zu viele Themen angerissen habe und er ein bisschen roten Faden missen lässt. Ich muss ehrlich gestehen: Ich habe Probleme die einzelnen angesprochenen Themen separat zu betrachten und wollte aber an dieser Stelle kein ganzes Buch, sondern nur einen Artikel über meine persönlichen Eindrücke schreiben. Ich muss mir dementsprechend die Frage stellen, ob das Problem hier meine limitierten Fähigkeiten der Themenbehandlung ist oder ob ich an dieser Stelle mit den angesprochenen Punkten von einem Henne-Ei-Problem in das nächste renne. Ich denke: Es ist beides.

Vielleicht geht es Dir wie mir, aber vielleicht habe ich auch mit meinen Zeilen Deine Gefühle verletzt, wenn ich hier darüber schreibe, dass ich an einigen Stellen Probleme mit der Entwicklung der Gesellschaft habe, dass mir einiges zu weit und darüber hinaus dann auch noch zu schnell geht. Es ist nicht die Idee dieses Textes Dir auf die Füße zu steigen, ich wollte eher gemeinsam mit Dir einen Moment inne halten und kritisch betrachten was mit uns und der Welt geschieht. Vor allem will ich mich nicht ausnehmen und schon garnicht will ich behaupten, dass ich weiß, wie Du diese Dinge handhabst. Vor allem ist es durchaus möglich, dass mein Eindruck verfälscht ist.

Lass mich doch einfach in den Kommentaren wissen was Du siehst, ob ich völlig übertreibe oder Du auch manches mit Sorge betrachtest. Vielleicht hast Du geniale Strategien um in dieser Zeit die Balance zu halten?

Simple Winke - Minimalismus im Kinderzimmer

Inspiration, Quellen und Ideen

Simple und gut

Lesen und Staunen

Ich bin sicher, dass es auch aus „unserer“ Zeit gute Werke gibt, aber anknüpfend an den Nostalgie-Gedanken hier ein bisschen „altes“. Schreib mir doch über Deine Lieblinge in Kommentaren!

Zum Alleine oder gemeinsam Lesen

Zum Anschauen für ganze Familie

Ich liebe gute Kinder- und Familienfilme. Meiner Meinung nach ist es eine Kunst, gute Geschichten zu kreieren und deren Botschaften kindgerecht zu verpacken, ohne dass Erwachsene sich langweilen.

  • Elliot, das Schmunzelmonster
    Das Hörspiel gibt es frei auf Youtube!
    Den liebevoll gestalteter Film aus dem Jahr 1977 / 1978 gibt es tatsächlich noch zu kaufen, auch wenn ich entdeckt habe, dass es 2016 ein Remake gab…. Der Trailer lässt aber vermuten, dass er mit dem Wer aus den 70ern nicht mehr viel gemeinsam hat:
  • Mary Poppins
  • Alice im Wunderland
  • Wolfsblut
    Auch im Artikel erwähnter Familienfilm. Eigentlich aus 1991, aber anscheinend ist das ursprüngliche Filmmaterial in neuer Überarbeitung verfügbar:
  • Benji – Sein größtes Abenteuer

Weitere Infos und ein Auszug aus den Quellen

Fotos

In diesem Artikel nutze ich neben meinen eigenen auch Stock-Fotos. Natürlich hätte ich gerne viele passenden Fotos aus meinem eigenen Archiv hervorgeholt, allerdings ist es mir nicht möglich alle abgebildeten „Kinder“ um Erlaubnis für die öffentliche Nutzung zu bitten, weshalb ich leider davon Abstand genommen habe. Tatsächlich habe ich aber die hier abgebildeten Fotos anhand der Ähnlichkeit meiner eigenen Fotos, Erinnerungen und Erlebnissen ausgesucht.

Ich danke den Fotografen: Picsea, Jordan Whitt, Alexander Dummer, Andy Kelly, Florian Klauer, Caroline Hernandez, Leo Rivas-Micoud, Michał Parzuchowski, Myles Tan, Daiga Ellaby, Leio McLaren

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2 Kommentare

  • Reply Bobertag 14. Dezember 2017 at 21:32

    Zum Thema Entschleunigung beim Spielzeug möchte ich das Geschriebene loben. Jedoch mit einer Ausnahme. Handy, Laptop, Tablet und alles Weitere, was mit Funk betrieben wird, ist aufgrund der enormen Strahlenbelastung von Kindern und Erwachsenen fernzuhalten. Die Geräte hätten nicht unters Volk gebracht werden dürfen. Die Sttrahlenbelastung definitv gesundheitsgefährdend. Die Informationen darüber sind für jeden Menschen zugänglich.

    Viele Grüße

  • Reply Markus 16. Dezember 2017 at 1:03

    Toller Artikel. Deine Gedanken kommen mir sehr bekannt vor. Meine Strategie ist möglichst viel Zeit mit Personen und Tätigkeiten zu verbringen die mir gut tun. Dabei hilft es (mir persönlich) sehr, nur noch 6 Stunden im „Hauptjob“ zu arbeiten. So bleibt mir mehr Zeit für Familie, Freunde, Fotografie und Musik.
    Ich wünsche Dir und Deiner Familie eine entschleunigte Vorweihnachtszeit! Liebe Grüße, Markus

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