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Körperpflege

Keine schweißtreibende Angelegenheit: Natron-Kokosöl-Deo

Die letzten Jahre stand ich mit Deos immer etwas auf Kriegsfuß, denn ich habe einfach nicht „mein“ Deo gefunden. Also eines, das nur mit natürlichen Inhaltsstoffe und selbstredend ohne Aluminium oder dergleichen ist, mir von Geruch und Konsistenz gefallen hat UND noch so gewirkt hat, wie ich es mir vorstelle.

Zuletzt hatte ich den Deo Roll-on von Heliotrop und war insgesamt zufrieden. Nur eben auch nicht gänzlich überzeugt.

Irgendwann kam ich auf die Idee und habe überlegt, ob ich nicht auch ein Deo selbst machen könnte. Und natürlich gibt es zahlreiche Rezepte für Roll-Ons, Sprays und Cremes im Internet zu finden.

Durch Ausprobieren und Selbstversuche bin ich letztendlich nun bei dieser Zusammenstellung geblieben, und mir ist seitdem kein Wunsch an mein Deo offen geblieben:

Zutaten

(passend für einen 50ml Deo Roll-On)

  • 2 EL Mandelöl
  • 4 EL Kokosöl
  • 1 EL Natron (kein Backpulver!)
  • 1 TL Speisestärke Maisstärke oder Pfeilwurzstärke
  • 10-17 Tropfen ätherisches Öl (Eukalyptus)

Zuerst gebe ich das Öl in ein Gefäß und füge das Natron hinzu. Mit einem Stabmixer mische ich die Zutaten gut durch. Danach füge ich die Speisestärke hinzu und mixe erneut. Zuletzt kommt das ätherische Öl, welches ich dann aber nur mit einem Löffel oder Ähnlichem verrühre.

Danach fülle ich die Mischung in einen gereinigten und ausgekochten Deo-Roller und … fertig.

Kostengünstig, nach meinem Geschmack riechend UND effektiver als jedes Deo, das ich bisher hatte.
Da sich die Bestandteile absetzen, vor dem Gebrauch schütteln.

Natron_Kokosoel_Deo_Zutaten_Simple_Winke

Alternativen zum Deo-Roller?

Das Deo bzw. die Bestandteile lassen sich natürlich auch alternativ als Creme oder Stick oder sogar als Spray (ohne Öl) anrühren. Die Mengen müssen dann dementsprechend angepasst, Zutaten ergänzt oder weggelassen werden. Jasmin Wagner, von schwatzkatz.com hat für die verschiedensten Vorlieben tolle Rezepte zusammengestellt. Ich persönlich halte es für mich aber eben lieber simpel :)

Und wieso wirkt das ganze?

Kokosöl

Was kann Kokosöl eigentlich nicht? Für Deos ist es jedenfalls auch perfekt geeignet. Neben jeder Menge hautpflegenden Eigenschaften, wirkt Kokosöl auch noch gegen Bakterien, Viren und Pilze.

Mandelöl

Mandelöl kann eigentlich fast alles, was das Kokosöl auch kann und angeblich vielleicht sogar noch mehr. Es beinhaltet Vitamin A, E, B und D, Kalium, Magnesium und Kalzium, dringt tief in die Haut ein, spendet Feuchtigkeit, schützt die Haut vor äußeren Einflüssen und hat ebenfalls (wie Kokosöl) einen leichten Lichtschutzfaktor.

Zweimal Öl?

Ursprünglich habe ich nur Kokosöl verwendet, aber Kokosöl hat im Gegensatz zu Mandelöl die Angewohnheit bei Temperaturen unter ca. 24 Grad weniger flüssig zu werden. Dies ist in einem Deo-Roller nicht sooo ein erwünschtes Feature. Da ich aber nicht auf den feinen Geruch und die mir schon oft bewiesene Wirkung verzichten möchte, mische ich einfach etwas Mandelöl dazu. So bleibt es zwar noch immer nicht bei tiefen Temperatur komplett flüssig, lässt sich in diesen Fällen aber viel schneller mit einem Fön oder warmen Wasser wieder in Form bringen. Natürlich kannst Du auch nur Kokos- oder nur Mandelöl verwenden. Nur Mandelöl wäre definitv vor dem Festwerden bei jeder Temperatur sicher.

Natron (Natriumhydrogencarbonat)

Natron neutralisiert Gerüche.

Es muss wirklich unbedingt reines Natron sein. Dieses wird auch als Baking Soda gehandelt und entspricht nicht unserem europäischen Backpulver.

Stärke

Stärke kann Feuchtigkeit aufnehmen und wirkt auf die Mixtur insgesamt stabilisierend. Die Stärke kann auch weggelassen werden.

Ätherisches Öl

Ebenfalls optional, aber es kann zusätzlich unterstützend wirken und einen Duft beisteuern.
Ich nehme sehr gerne Eukalyptus, aber auch Lavendel, Teebaum, Limette oder Salbei haben eine gute Wirkung als Unterstützung in einem Deo.

Aus gesetzlichen Gründen muss ich darauf hinweisen, dass es sich bei ätherischen Ölen um ein konzentriertes Produkt handelt, das niemals unverdünnt und in zu starker Konzentration verwendet werden sollte. Ätherische Öle werden deshalb auch immer mit dem Symbol Xn – also als potentiell gesundheitsschädlich – gekennzeichnet.

Ich selbst benutze sehr gerne ätherische Öle für alles Mögliche, aber bin mir bewusst, dass dies auf eigene Gefahr geschieht. Mehr Infos darüber – und auch welche Öle wie wirken – findest Du zum Beispiel bei aetherische-oele.net oder Maitreya Natura.

Bezugsquellen

Natron:
Arm & Hammer Pure Baking Soda – 454g* Nach meinem Kenntnisstand kommt natürlich gewonnenes Natron aus Amerika und bislang hat mir das Natron dieser Marke am Besten zugesagt.
(http://amzn.to/2ynIuLC)*

Natron 5 kg*
(http://amzn.to/2y2fT2B)*

Speisestärke:
Naturkostladen oder z.B. diese*, diese* oder diese* bei Amazon

Kokosöl:
Naturkostladen oder Amazon*

Mandelöl:
Naturkostladen oder Dragonspice

Ätherische Öle:
Eukalyptusöl,100 % rein, australisch
(http://www.trautwein-naturwaren.de/epages/TrautweinNaturwaren.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/TrautweinNaturwaren/Products/EU)

Eukalyptus Öl 100 %*
(http://amzn.to/2y2PIsf)*

Limettenöl, 100 %*
(http://amzn.to/2fla8Sg)*

Teebaumöl 100 %*
(http://amzn.to/2xvhgU0)*

Behälter:
Amazon*, Dragonspice, ebay oder einfach einen leeren wiederverwenden…

Nachtrag

Inzwischen habe ich mich intensiver mit verschiedenen Anbietern von Ölen beschäftigt, weshalb hier ein kurzer Nachtrag zu Bezugsquellen folgt. Weitere Empfehlung nehme ich gerne entgegen!

Kokosöl
Die beiden folgenden Marken sind inzwischen meine beide Lieblingsquellen für Kokosöl:
Das Premium-Öl von Dr. Goerg*.
Dies kannst Du direkt bei Dr. Goerg* aber z.B. auch bei Amazon ordern: 1000ml* / 200ml*
Auch bei der Ölmühle Solling kann man direkt online shoppen. Deren Kokosöl (bio / bio & fair) hat meiner Erfahrung nach einen besonders intensiven Koksöl-Geruch. Vorteil der Ölmühle Solling: Sie bieten noch mehr interessante Öle an. Die Öle kannst Du teilweise auch bei Amazon* erwerben. Einzig merkwürdig finde ich, dass es auch Koksöl im PE-Becher gibt.

Mandelöl
Wie schon beim Koksöl erwähnt: Ölmühle Solling! Das Mandelöl habe ich bisher nie bei Amazon gesehen, aber hier nochmal der Link zum Sortiment*, falls sich dies mal ändert.

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3 Kommentare

  • Reply Kokosfett oder Kokosöl 21. Oktober 2017 at 7:50

    Hallo Christin,

    ist es egal ob man Kokosöl oder Kokosfett nimmt? Kokosfett ist um einiges günstiger, daher frage ich :)

    • Christin
      Reply Christin 23. Oktober 2017 at 14:38

      Hallo.
      Oft wird angenommen, dass es sich um das gleiche Produkt handelt und der Unterschied nur in der Konsistenz liegt, die von der Umgebungstemperatur herrührt. Theoretisch mag das sogar passen, allerdings müssen wir berücksichtigen WIE genau die beiden Produkte angeboten werden. Tatsächlich liegt der Unterschied im Angebot oft in der Herstellungsweise und in der Qualität. Daher würde ich weniger auf die Bezeichnung, sondern nur auf die Qualitätsmerkmale achten.

      Merkmale, die auf geringe Qualität hindeuten:
      Platten- / Frittierfett, desodoriert, fraktioniert, ohne Aroma, raffiniert, gebleicht, gehärtet bzw. teilgehärtet
      Diese Punkte deuten auf billig verarbeitete Rohstoffe und industrielle Massenverarbeitung und sind aus ernährungsphysiologischer Sicht nicht zu empfehlen. Durch die Härtung bilden diese meist die gesundheitsschädlichen Transfettsäuren und haben nahezu keinen Nährwert. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass diesen Produkten noch andere Stoffe beigemischt werden.

      Merkmale für gute Qualität:
      unbehandelt, virgin, nativ, kaltgepresst, naturbelassen, natürliches Kokos-Aroma, Bio-Siegel

      Also meine Empfehlung: Nicht blind nach Name / Bezeichnung kaufen, sondern auf Herstellung, herkunft und die angesprochenenen Merkmale achten.

      Hoffe das hilft Dir etwas weiter.
      Viele Grüße Christin

  • Reply Andreas 5. Januar 2018 at 23:12

    Hallo Christin
    Habe mittlerweile meine zweite Mischung angerührt. Habe diesmal Lemongras als Duftöl verwendet und bin damit äußerst zufrieden.
    Danke für die Mischung

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