Körperpflege

Minimalismus im Bad : Sorglos Rasieren

Dieser Artikel zeigt Dir mit welchen simplen und kostengünstigen Mitteln das Problem- und Dauerthema „rasieren“ in den Griff zu bekommen ist. Dabei teile ich meine Odyssee aus Experimenten und Erfahrungen mit Dir, die mich schlussendlich zu der doch verblüffend einfachen Lösung geführt haben.

Aber von Vorne

Haare sind einfach ein immerwährendes und wichtiges Thema für uns Menschen. Im letzten Artikel zum Thema, habe ich meine Erfahrungen zum Thema Haarpflege geteilt, während es mir heute darum geht, wie man Haare an manchen Stellen des Körpers loswerden kann. Eigentlich ja schon ein bisschen kontrovers.

Während die meisten Menschen die Haare auf dem Kopf hegen und pflegen, gehen die Wünsche und Meinungen zum Thema Haarwuchs und deren Styling für die anderen Teile des Körpers doch sehr weit auseinander.

Haarentfernung geht daher (fast) jeden und (fast) jeden unterschiedlich an.

In diesem Artikel geht es um das komplette Entfernen der Haare und nicht um Stutzen, Trimmen usw. (Sorry Bartträger :) Dabei würde ich behaupten, dass es hier nicht 100% genau auf die gewünschte Körperpartie ankommt. Gesicht, Beine, Achseln, Intimbereich, aber vielleicht auch noch darüberhinaus, denn der Haarwuchs hält sich schließlich nicht bei jedem an „gewünschte“ Grenzen.

Als Frau sind meine Rasier-Erfahrungen aus Männersicht natürlich begrenzt, um nicht zu sagen: nicht vorhanden. Trotzdem denke ich, dass ich mit meinen folgenden Informationen auch Euch Männern ein bisschen Inspiration und Information vermitteln kann, solltet Ihr denn denn auf der Suche danach sein.

Persönlich kann ich sagen, dass ich im Experimentieren einiges erlebt habe. Vom Trockenrasieren mit „Lady Shaver“ in den 90er Jahren zum Einmal-Nassrasierer, Haarentfernungscreme, Wachsen zum Epilieren mit Gerät, Zucker-Masse (Sugaring) und Lasern um reumütig doch wieder beim Nassrasierer zu landen… habe ich etwas ausgelassen?

Wie mit allem entsteht die Ausdauer beim Suchen durch Unzufriedenheit oder wenigstens durch den Wunsch nach Verbesserung, wenn nicht sogar nach Perfektion. So auch bei mir.

Denn jede meiner aufgezählten Methoden der Haarentfernung, bringt nicht nur verschiedene Aufwände, Probleme und finanzielle Auswirkungen mit sich, sondern natürlich auch unterschiedliche Ergebnisse.

Die schlussendlich gewählte Methode hat demnach auch etwas mit den persönlichen Wünschen, Mitteln und individuellen Beschaffenheit von Haut und Haaren zu tun.

Merkur Futur Rasierhobel mit Savion Seife

Von Rasurbrand, eingewachsenen Haaren und anderen ungeliebten Begleitern

Wenn Du nicht mit einer unzerstörbaren Haut gesegnet bist, wirst Du bestimmt einige der folgenden Probleme und Nebenwirkungen des Rasieren kenne, wenn Du nicht sogar welche hinzufügen kannst:

  • Rasurbrand

    Rasurbrand (Pseudofolliculitis barbae) tritt in Form von Hautirritationen Rötungen und Reizungen der Haut nach der Rasur auf. Besonders häufig entehrt ein Ausschlag mit rötlichen Pickeln und einem brennenden Gefühl der Reizung.

    Rasurbrand kann z.B. durch die falsche Rasiertechnik (z.B. Richtungswechsel) entstehen. Einige Rasierer (gerade Systemrasierer) begünstigen das Auftreten noch. Insgesamt betrifft die Gefahr von Rasurbrand, aber nicht nur die Nassrasur, sondern kann auch beim Trockenrasieren und Epilieren oder Zupfen entstehen. Eine weitere Gefahrenquelle ist auch eine fehlende oder mangelhafte Nachbehandlung durch z.B. falsche Pflegeprodukte.

  • eingewachsene Haare und Pickel

    Werden Haare zu knapp abgeschnitten oder herausgerissen, kann es passieren, dass sie beim Nachwachsen in die falsche Richtung und / oder nicht durch die oberste Hautsticht durchstoßen können. So bleiben sie unter der Haut und verursachen häufig zuerst sogenannte Pusteln (Eiterbläschen). Diese heilen meist von alleine ab, aber können schlimmstenfalls zu schweren Entzündung führen.

  • weitere allgemeine Hautirritationen
  • mangelhafte Ergebnisse
  • verhältnismäßig hohe Kosten

Da ich selbst an alle diese Punkte einen Haken aus meiner Rasierlaufbahn setzen kann, kann ich Dir demnach sagen: Du bist nicht allein. Aber auch das wirst Du bestimmt schon wissen und viel wichtiger: Das hilft Dir auch nicht.

Folgend eine Blitzübersicht meiner Erfahrungen mit den ausprobierten Methoden meiner persönlichen Laufbahn. Diese basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen. Andere Meinungen und begeisterte Produkterfahrungen lese ich sehr gerne in den Kommentaren oder in einer E-Mail!

Die Haare müssen weg – aber wie???

Im Rahmen dieses Artikels, kann ich nicht auf alle angesprochenen Techniken und Möglichkeiten im Detail eingehen. Im Anschluss an den Artikel findest Du weiterführende Informationen. Bitte im Zweifel auch

Trockenrasieren

Positiv

  • Wenige bis keine Irritationen.

Negativ oder Neutral

  • Du brauchst ein gutes Gerät.

    Abgesehen vom Anschaffungspreis und der Challenge ein gutes Gerät zu finden seit alles aus China kommt und eine eingeplante maximale Lebenszeit von 2 Jahren hat, wird hierfür auch bei Anwendung Strom benötigt. Strom mag nicht für jeden und immer ein Thema sein, aber es ist dennoch ein limitierender Faktor in Sachen Minimalismus.

  • Ergebnisse sind bestenfalls annehmbar.

    Mit Trockenrasierer scheint es einfach nicht möglich wirklich direkt an der Haut zu schneiden, weshalb ein echtes „Glatt“-Gefühl nicht aufkommt.

  • Kurzfristige Freude. Spätestens am nächsten Tag, ist die Haut nicht mehr rasierglatt.

Haarentfernungscremes

Ehrlich gesagt erinnere ich mich hier nur dunkel an einige Experimente aus meinen frühen 20ern. Heutzutage muss ich gestehen, dass mir alleine die Idee, mir eine chemische aggressive Konsistenz auf meine Haut zu schmieren, Gänsehaut verursacht. Aufgrund meiner spärlichen und alten Erfahrungen, kann ich auf dieses Thema nicht weiter eingehen. Also nur schnell und aus meiner ganz persönlichen Sicht: Finger weg.

Elektrische Epilation

Beim Epilieren wird das Haar komplett, also mit der Haarwurzel entfernt.

Eigentlich wird Epilation noch in dauerhafte (permanente) und nicht-dauerhafte Verfahren unterteilt. Bei der nicht nicht dauerhaften Epilation wird das Haar nur herausgerissen, während bei der permanenten Epilation die Haarwurzel zerstört wird.

Ich nutze den Begriff Epilation hier hauptsächlich am Beispiel der nicht-permanenten Haarentfernung, z.B. mit einem handelsüblichen Epiliergerät mit Pinzettensystem (Beispiel). In Bezug auf die Begrifflichkeit des Epilieren, müssten demnach auch das von mir im Folgenden erwähnte Waxing und Sugaring unter den Begriff Epilieren stehen.

Positiv

  • Glatte Haut und für rund zwei bis vier Wochen Haar-Entfernungs-Ruhe. Werbung verspricht hier gerne vier Wochen, aber meiner Erfahrung nach ist die Zeitspanne kürzer, was vermutlich auch an den unterschiedlichen Zyklen des Haarwachstums liegt. Die nachwachsenden Haare fühlen sich allerdings von der Beschaffenheit anders an, weshalb die neuen Haare häufig mehr / länger geduldet werden.

    Obwohl weiterhin das Gerücht besteht, dass die Haare nach dem Epilieren stärker nachwachsen, haben wissenschaftliche Untersuchungen dies nicht bestätigen können.

Negativ oder Neutral

  • Du brauchst ein gutes Gerät.
  • Schmerzen. Ja, man gewöhnt sich dran. Ja, es wird besser. Aber: Ja, der Spaß hält sich in Grenzen :)
  • Ich persönlich bin nicht sicher welchen Einfluss Epilieren langfristig auf Deine Haut hat. Darüber nachgedacht, ist es schon eine brutale Vorgehensweise und die Haut sieht hinterher nicht umsonst erstmal bis zu einigen Stunden etwas misshandelt aus.
  • Je nachdem wie schmerzempfindlich Du veranlagt und um welche Stellen es Dir genau geht, ist der Epilieren nicht für jede Körperzone geeignet.
  • Viele Menschen haben epilationsbedingt mit eingewachsenen Haaren und demzufolge teilweise mit Entzündungen zu tun.

Waxing & Sugaring / Halawa (türkisch Ağda) (Haarentfernung mit Wachs oder Zuckermasse)

Im Wesentlichen handelt es sich bei diesen Begriffen um verschiedene Möglichkeiten des Herausreißen von Körperhaaren mit Wachs bzw. Zuckermasse.

Für Waxing gibt es im Handel spezielles Heißwachs, welches erwärmt auf die Haut aufgetragen und dann mit Vliesstreifen ruckartig von der Haut abgezogen wird. Die sich im erhärtenden Wachs befindlichen Haare werden dadurch herausgerissen. Im Handel gibt es nicht nur komplette Sets wie z.B. mit Wachserwärmer, sondern auch anwendungsfertige (und teure) Kaltwachsstreifen.

Im Bereich des Waxings hat sich besonders das „Brazilian Waxing“ einen Namen gemacht. Brazilian Waxing steht für die komplette Entfernung der Schambehaarung durch das Ausreißen mittels Wachs oder Zuckermasse.

Die Masse für Sugaring besteht im Wesentlichen aus Zuckerwasser und Zitronensäure. Der Zucker erhält durch die Erhitzung und die Mischung eine sirupartige Konsistenz und wird nach dem Abkühlen zu einer zähen Masse. Auch die Zuckermasse wird zusammen mit den Haaren abgezogen. Angeblich ist Sugaring weniger traumatisierend für die Haut und führt durch die Eigenart dieser Technik zu weniger Irritationen und eingewachsenen Haaren.

Sugaring ist besonders im Orient eine traditionelle und seit langem bekannte Methode der Haarentfernung und eignet sich besonders für den Intimbereich.

Auch bei diesen Methoden der Epilation bleibt die Haut länger glatt als bei einer Rasur, weshalb hier seltenere Anwendungen erforderlich sind. Die nachwachsenden Hare erscheinen häufig dünner, weniger auffällig und weicher.

Positiv

  • Glatte Haut für rund zwei Wochen.
  • Du brauchst hier kein Gerät und Du findest theoretisch alles was Du brauchst in Deiner Küche (Sugaring) oder Wachs als Heißwachs oder Kaltwachsstreifen im Drogeriemarkt.

Negativ

  • Anwenderfehler können zu Verbrennungen und anderen Hautverletzungen führen.
  • Wenn auch auf natürlichem Wege, Deine Haare werden aus Deinem Körper gerissen.
  • Auch hier ist mit Irritationen, eingewachsenen Haaren und ähnlichem zu rechnen, auch wenn die natürlichen Produkte hier entgegenwirken.

Professionelle Haarentfernung (Waxing, Sugaring, Fadenepilation)

Haarentfernung wird auch in professionellem Umfeld geboten. Hier habe ich allerdings keine persönliche Erfahrung, die ich teilen kann. Aber generell: Suche nach professionellen / seriösen Anbietern. Diese lassen sich oft auch in Dermatologischen Zentren finden.

Dauerhafte Haarentfernung durch Laser, IPL (Intense Pulsed Light) u.a.

Neben der professionell durchgeführten dauerhaften Haarentfernung, gibt es inzwischen auch Geräte im Einzelhandel (Beispiel), die mit diversen Versprechungen aufwarten. Ich muss gesehen, dass ich diesen skeptisch gegenüber stehe, habe aber keine persönlichen Erfahrungen mit der Selbstdurchführung, sondern nur mit dauerhafter Haarentfernung durch professionelle Anbieter.

Wie auch beim Epilieren kann ich nichts über die langfristigen Auswirkungen auf Haut und Gesundheit sagen.

Positiv

  • Freiheit. Wenn alle negativen Punkte beseitigt oder kein Problem sind: Genial.

Negativ oder Neutral

  • Kostenintensiv. Dieser Punkt ist natürlich auch individuell von Deiner finanziellen Situation abhängig. Fakt ist: Es ist eine Investition. Dementsprechend ist die Auswahl des Studios oder Arztes bzw. des Gerätes wichtig. Als ob die Auswahl hier bzgl. Qualität und Seriosität nicht schon schwierig genug wäre, gibt es hier auch nicht nur eine Technik.
  • Je nach gewählter Technik / Anwendung kann auch diese Behandlung – je nach Empfindlichkeit – unangenehm bis schmerzhaft sein.
  • Für Ergebnisse musst Du ein bisschen Geduld mit bringen. Wie viel genau, hängt wieder von der Art der Behandlung und auch von Deinem Körper ab.
  • Aus eigener Erfahrung habe ich gelernt: Selbst wenn die Ergebnisse erstmal sehr erfreulich sind, kann das Ergebnis besonders auch bei Frauen, aufgrund von eventuellen Hormonschwankungen / Hormonveränderungen instabil sein.
  • Generell wird auch hier keine dauerhafte Wirkung versprochen.
  • Hautirritationen. Auch bei dieser Methode solltest Du mit Irritationen oder Beschwerden rechnen und Dich lieber positiv überraschen lassen, wenn dem nicht so ist.

Nassrasierer mit Systemrasierer

Systemrasierer scheinen in unserem Zeitalter für die Nassrasur die erste und einfachste Wahl zu sein. Zudem versprechen mehr Klingen auch mehr Leistung. Tatsächlich führt gerade der Mehrklingen-Aufbau häufig zu den typischen Problemen. Hautirritationen und eingewachsene Haare resultieren häufig daher, dass die Mehrklingengeräte die Haare erst anheben, um sie möglichst perfekt über der Haut abzuschneiden. Das Haar bewegt sich danach allerdings wieder in die alte Position und liegt nach dem Schnitt dadurch häufig teilweise tiefer als die Hautoberfläche. Dies kann zu Irritationen und eingewachsenen Haaren führen.

Positiv

  • Ergebnisse kommen nicht nur auf den gewählten Rasierer, Klingen, Schaum, Seife und co, sondern auch natürlich wieder auf Deine Haut an. Allgemein gesprochen, kann das Ergebnis wirklich schön und glatt sein.

Negativ oder Neutral

  • Besonders wenn Du auf eine regelmäßig neue und scharfe Klinge achtest, können Mach3, 4, 5 und co echt ins Geld gehen. Und wenn ich nur an die namenlosen billigen Einmalrasierer denke, tut mir schon die Haut weh.
  • Hautirritationen, wie Pickel, Rasierbrand, eingewachsene Haare – alles kann, nichts muss.
  • Kurzfristige Freude. Spätestens am nächsten Tag, ist die Haut nicht mehr perfekt glatt.

Rundherum / Tools / Tricks / Tipps

Ich bin nach vielen Exkursen am Endenwieder beim Nassrasieren gelandet. Gegen die daraus resultierenden Irritationen und Probleme, habe ich die folgende Sammlung an Vor- und Nachbereitung gesammelt um nicht nur das Ergebnis zu verbessern, sondern auch die Nebenwirkungen zu reduzieren:

Vorbereitung

Peeling

Der Begriff Peeling (englisch to peel ‚schälen‘, ‚pellen‘) bezeichnet ganz allgemein das Entfernen abgestorbener Hautzellen der obersten Hautschicht (Hornhaut).

Abseits von dem alltäglich als Peeling bezeichnetem Vorgehen, gibt es natürlich auch hier große Unterschiede. So gibt es nicht nur das oberflächliche, mitteltiefe und tiefe Peeling, sondern auch verschiedene Techniken in Form von mechanischem, chemischen und Laser-Peeling.

Ich spreche an dieser Stelle von dem „alltäglichen“ selbst anzuwendenden, oberflächlichen, mechanischem Peeling.

Meinungen in Bezug auf Vor- und Nachteile, sowie Nebenwirkungen von Peeling gehen – wie bei vielem – stark auseinander. Daher möchte ich hier festhalten, dass ich persönlich davon spreche, gerade Haut, die rasiert wird, vorsichtig und sanft von abgestorbenen Hautzellen zu befreien, was die Haut reinigt, Haaren ggf. erleichtert durch die oberste Hautschicht zu stoßen, die Durchblutung und die Regeneration anregt.

Weiterhin empfehle ich keine aggressiven oder scharfen Mittel und besonders auch keine „Supermark-Kosmetik“ dafür. (Besonders in herkömmlichen Peeling-Gels etc. mit diversen Arten von Granulaten ist vermehrt Mikroplastik gefunden worden.)

Je nach Intensität des Peelings, solltest Du dies auch nicht zu oft vornehmen.

Ich persönlich nehme nicht regelmäßig „richtige“ Peelings vor, sondern nutze sehr gerne zum Duschen und auch zum Einschäumen der Haut vor dem Rasieren Seifen mit Mohn, Oliven-, Mandel-, Aprikosenkernstückchen oder auch aus Sole (Salz). Diese Seifen haben einen ganz leichten, sanften und natürlichen Peelingeffekt ohne die Haut unnötig zu belasten.

Weitere Möglichkeiten sind z.B. leicht peelende Massagehandschuhe oder aber auch einfach meine geliebten Seifensäckchen aus Sisal, die sich gleichzeitig auch als Aufbewahrung von Seifen eignen.

Wenn Du Deiner Haut hin und wieder ein stärkeres Peeling gönnen möchtest, findest Du alles was Du dafür brauchst – Mikroplastikfrei – in Deiner Küche. Auch wenn Du den Effekt magst: Bitte auf keinen Fall öfter als einmal die Woche durchführen, am Besten wesentlich seltener. Ein „echtes“ Peeling ist auch Stress für die Haut und eine zu häufige Anwendung kann angeblich zu schnellerer Hautalterung führen, da sich die Zellen schneller teilen müssen als notwendig. Zudem ist die Hornhaut eine wichtige Schutzschicht gegen Umwelteinflüsse.

Simple Winke - Rasieren mit Seife

Salz / Zucker / Olivenöl / Honig / Kaffeesatz

Am einfachsten ist es sich mit einer streichfesten Mischung aus Olivenöl und Zucker oder Meersalz (reich an Mineralien) über die Haut zu streichen. Statt Öl kannst Du auch Honig verwenden. Natürlich muss es auch nicht unbedingt Olivenöl sein. Auch Mandel- und Kokosöl sind perfekt für die Hautpflege geeignet. Optional kannst Du Deinem Salz-/Zucker-Gemisch noch ein paar Tropfen eines ätherischen Öls für den Duft und weitere Wirkung beimischen.

Kaffeesatz eignet sich als feineres Peeling sehr gut. Das Koffein wirkt besonders anregend und fördert die Durchblutung. Auch Mohn ist eine feinere Alternative zu Zucker und Salz.

Simple Winke - Peeling mit Seife, Salz und Öl

Mit dem Strich rasieren

Solltest Du besonders empfindlich und anfällig für Hautirritationen durch Rasieren sein, solltest Du probieren mit und nicht gegen die Wuchsrichtung zu rasieren. Generell ist das Rasieren mit der Wuchsrichtung mehr zu empfehlen und auch wenn Du meinst, dass dies weniger gründlich ist, kann es wesentlich dazu beitragen Hautirritationen zu vermeiden. Übrigens: Mit einem guten Rasiermesser und scharfer Klinge ist das Ergebnis auch mit der Wuchsrichtung sehr zufriedenstellend gründlich.

Scharfe Klinge

Stumpfe Rasierklingen reißen an den Haaren und können Mikroverletzungen auf der Haut verursachen. Diese Verletzungen bieten die Voraussetzung für Reizungen und Rasurbrand.

Nachbehandlung

After Shave

Die Wirksamkeit von herkömmlichen After-Shaves ist aus meiner Sicht fraglich und aufgrund der Inhaltsstoffe möchte ich von herkömmlicher Kosmetik allgemein eher abraten. Abgesehen von Unmengen unaussprechlicher fragwürdiger Bestandteile, weisen diese oft Aufkommen von Mikroplastiken, Alkohol und Parfümen auf, die die Haut weiter reizen und austrocknen können. Zudem ist für gesunde Haut und Haar tatsächlich garnicht so viel kompliziertes nötig, wie wir oft glauben.

Falls Du Dich näher über Deine Lieblingsprodukte und deren Bestandteile informieren möchtest, rate ich Dir die Inhaltstoffe zu checken. Z.B. bei Codechecker.

Alaun

Mit kleinen Schnittwunden habe ich persönlich wenig Erfahrung, aber gerade Männer haben im etwas schwierig zu rasierendem Gesicht doch öfter damit zu tun. Für die schnelle Blutstillend und Behandlung bietet sich hier Alaun in Form eines Stifts oder Stein an.

Honig

Polyphenole wirken entzündungshemmend und beruhigend, weshalb eine Honig-„Maske“ eine ideale Nachsorge der Rasur ergibt. Dünn auftragen und nach 10-20 Minuten abspülen.

Arganöl

Pures marokkanisches Arganöl enthält pflegende Nährstoffe wie z.B. Vitamin E und besteht zu rund 80% aus ungesättigten Fettsäuren, was ideal für Hautregeneration, sowie Zellbildung und Zellteilung ist. Aus diesen Gründen – und auch da Vitamin E positive Auswirkung auf den Feuchtigkeitshaushalt der Haut und antioxidative Wirkung aufweist – ist Arganöl DAS natürliche und unkomplizierte Produkt für rasierte Haut.

Ätherisches Öl (mit Basis-Öl)

Es gibt einige ätherische Öle, die entzündungshemmende und desinfizierende Wirkung haben. Unter anderem zu nennen sind hier Eukalyptus- und Teebaumöl.

Ätherische Öle sollten hier nicht pur verwendet werden. Perfekt ist es, einige Großen in ein „Basis“-Öl zu geben. In Bezug auf die Nachsorge einer Rasur eigenen sich besonders Argan-, Kokos- und Mandelöl.

Simple Winke - Öle: Perfekt für die Hautpflege

Öle: Perfekt für die Hautpflege

 

Babypuder

Babypuder enthält den Wirkstoff Zinkozid. Zinkozid wirkt entzündungshemmend und sorgt für eine schnellere Abheilung von Wunden und kleinen Verletzungen. Die Anwendung von Babypuder ist besonders im Intimbereich beliebt.

Einziges Manko ist, dass das Puder auch die Haut austrocknet und dementsprechend langfristig wieder kontraproduktive Wirkung haben kann. In jedem Fall solltest Du ein Babypuder ohne Talkum verwenden.

Ringelblume, Johanniskraut, Kamille

Kamille und Ringelblume können z.B. in Form von Tee auf die Haut aufgetragen werden. Auf kleinere Stellen können auch Teebeutel gelegt werden. Einwirkzeit beträgt auch hier rund zehn Minuten.

Kamille

Kamille ist dir vermutlich bereits als Hausmittel bekannt. Es besitzt allgemein beruhigende Wirkung. Bisabolol, Apigenin und Matricin vermeiden Pickel und Rötungen.

Ringelblume

Auch die Ringelblume besitzt beruhigende Wirkung auf gereizte Haut. Die Wirkstoffe hemmen nebenbei Entzündungen und spenden Feuchtigkeit.

Johanniskraut-Öl

Auch Johanniskraut-Öl ist für seine beruhigende Wirkung bekannt. Johanniskraut-Öl sollte dünn auf die Haut aufgetragen werden. Noch effektiver ist ein mit dem Öl getränkter Wattebausch. Dieser sollte für zehn Minuten auf die gereizten Stellen aufgelegt werden. Diese Anwendung ist besonders für Rasurbrand im Intimbereich geeignet.

Quarkmaske

Wer gerne nach dem Motto „viel hilft viel“ arbeitet, mag eventuell die Lösung einer Maske aus mehreren Hausmitteln zusammen.

Eine Mischung aus Quark, Honig und Kamille lässt sich sehr gut gegen Pickel, Akne und ebenfalls gegen Hautirritationen durch Rasieren einsetzen.

Quark versorgt beanspruchte Haut mit Feuchtigkeit und wirkt entspannend auf die gereizte Haut ein. Kamille und Honig sorgen für die entzündungshemmende Wirkung. Für diese Mischung kann statt Kamillentee, am besten Kamillenöl verwendet werden.

Die Maske ebenfalls 10-15 Minuten einwirken lassen und dann mit warmen Wasser abwaschen.

Kühlen

Kühlen kann nach Auftreten von Rasurbrand lindernd wirken. Denkbar sind hier Möglichkeiten wie Kühlakkus, Eiswürfel oder einfach ein mit sehr kaltem Wasser getränkter Waschlappen.

Wichtig ist es die Haut hinterher sehr gut abzutrocknen.

Aloe Vera

Aloe Vera ist nicht nur einfach auf der Fensterbank zu halten, sondern wirkt auch sehr gut gegen Entzündungen. Das kühlende und beruhigende Gel aus den Blättern wirkt gegen Schmerzen und Juckreiz und ist so ein effizientes Hausmittel gegen eingewachsene Haare oder Rasierpickel.

Nebenbei sorgt Aloe Vera für Feuchtigkeit und kurbelt den Heilungsprozess an.

Die Abtrennung einzelner Blätter schadet der Pflanze nicht. Einfach das Gel aus den Blättern entnehmen, auftragen, ca. Eine halbe Stunde auf der Haut trocknen lassen und mit warmen Wasser abwaschen.

Salz

Auch bei der Nachsorge kann Dir Salz gute Dienste erweisen. Salz ergibt nicht nur ein tolles Peeling sondern hilft auch gleichzeitig Entzündungen vorzubeugen, die Durchblutung zu erhöhen und die Heilung zu fördern. Eine Behandlung mit Salz nach dem Rasieren kann somit ebenfalls Hautirritationen reduzieren.

Ideal ist es hier ca. Zwei Teelöffel Meersalz mit rund 10 Tropfen Teebaumöl (oder Eukalyptus) zu mischen und vorsichtig auf die Haut aufzutragen. Nach einigen Minuten vorsichtig mit warmen Wasser abspülen.

Simple Winke - Peeling aus der Küche: Öl und Himalaya-Salz

Peeling aus der Küche: Öl und (Himalaya-)Salz

 

Schwarzer Tee

Die, in schwarzem Tee enthaltene, Gerbsäure reduziert Rötungen und kann Entzündungen lindern. Nebenbei sorgt sie für ein weicheres Hautgefühl. Diese Faktoren machen schwarzen Tee ideal für rasierte Haut und hilft eingewachsene Haare zu verhindern.

Du kannst den aufgebrühten Teebeutel entweder direkt (Achtung, erst abkühlen lassen :) auf die Haut legen oder den Teebeutel aufschneiden und den Tee – gerne mit Öl vermischt – einige Minuten gut auf der Haut verstreichen. Dies kann mehrmals am Tag wiederholt werden.

Back to the roots … Hobel

Die zweifelhafte Wirkung, die nervige Abhängigkeit und der Müll haben mich letztendlich in die Arme eines Rasierhobels getrieben.

Warum ist der gute alte Rasierhobel eigentlich ins Hintertreffen geraten oder sollte nur für Männerngesichtern bestimmt sein?

Das erste Mal als ich an einen Rasierhobel dachte, war das für mich älteren Herren, Barbershop, viel Schaum und einem Pinsel verknüpft. Warum eigentlich? Frauen rasieren vielleicht nicht das Gesicht, aber sie sind deshalb nicht weniger anspruchsvoll.

Ein Rasierhobel ist ein Gerät in das sich Rasierklingen einlegen lassen. Rasierklingen gibt es z.B. im 100er Pack in guter Qualität für rund 10 Euro. Auch hier gibt es Unterschiede, Vorlieben und Ausrichtungen. Auch kann man einzelne Klingen für acht euro kaufen, aber ganz allgemein kann man hier im Verhältnis zu Sicherheitsrasierern eine Menge Geld sparen.

Dass die Qualität der Rasur mit einem „echten“ Rasierer wesentlich besser ist, ist in meinen Augen nahezu eine Untertreibung.

Rasierhobel gibt es in vielen Formen, Ausrichtungen, Materialien, Größen, Preiskategorien, mit offener und geschlossener Klinge und so weiter. Es würde den Artikel sprengen, wenn ich hier tiefer gehen würde. Dafür braucht es eigene Artikel, die es bereits in guter Qualität zu finden gibt. Besonders auch Hersteller sind sowieso besser im Erklären der verschiedenen Aspekte geeignet.

Mich hat die Informationsflut und Größe der Auswahl jedenfalls erstmal komplett überfordert. Ich wusste ja nicht mal ob das ganze etwas für mich ist und wollte dementsprechend auch nicht direkt übermäßig viele Stunden der Recherche und Geld investieren.

Simple Winke - Einfach rasieren

Zum Glück bin ich damals zum Einfühlen und Testen recht schnell auf einen „Anfänger-Ausprobier-Hobel“ und für nur 4 Euro irgendwas gestoßen. (Heute ist er sogar noch günstiger.) Da ich damals noch wenig bis nichts über das Anwenden eines Hobels für Frauen finden konnte, war ich doch sehr unsicher und daher dankbar für einen so erleichterten Einstieg.

Zu diesem Zeitpunkt war das Rasieren mit einem Hobel für mich – wie bereits erklärt – noch fest mit spezieller Seife und Pinsel verbunden. Aber trotzdem habe ich den Selbstversuch erstmal in der Light-Version gestartet. Und was soll ich sagen? Wow. Nichts anderes mehr.

Ein Gerät, Wechselklingen, perfektes Ergebnis.

Den Versuch mit spezieller Seife und Pinsel habe ich dann auch gewagt, aber festgestellt, dass dies für mich nicht nötig ist. Das mag aber jeder für sich selbst entscheiden. Sensible Männergesichter brauchen bestimmt auch nochmal besondere Aufmerksamkeit.

Simple Winke - Mühle Rasierhobel und Rasierpinsel - Foto von Markus Dirschl

Mühle Rasierhobel und Rasierpinsel – Foto von Markus Dirschl

Da der Kontrast von den Mach123 Rasierern zu Hobel und Klingen so groß und erstaunlich war, habe ich den Billighobel tatsächlich drei Jahre genutzt. Ehrlich gesagt konnte ich mir eine Verbesserung einfach nicht vorstellen.

Ziemlich genau drei Jahre hat auch mein erstes 100er Päckchen Rasierklingen gehalten. (Wow. Wenn ich so darüber nachdenke: Was für eine Müll- und Kostenersparnis :) Für die häufigere Männerrasur werden 100 Rasierklingen bestimmt nicht so lange halten, aber ich denke mein Punkt wird trotzdem deutlich.

Mit dem Kauf des neuen Rasierklingen-Pakets ist auch das erste Mal wieder die Idee eines „richtigen“ Hobels in meinen Fokus geraten. Das Plastikteil hatte definitiv seinen Dienst getan und auch wenn es noch länger leben könnte: Überzeugt bin ich, Plastik mag ich nicht, warum nicht schlussendlich etwas „richtiges“ anschaffen?

Nach ausgiebigem Lesen und Informieren habe ich mich schlussendlich für den Merkur Futur entschieden. Einem Produkt aus deutschen Hause und bekannt für die solide Qualität. Außerdem für eine geschlossene Klinge. Da jede Körperregion ihre eigenen Anforderungen hat und ich nicht – wie manche Hobelfans – gleich mehrere Hobel haben will (weniger ist mehr), habe ich mich für besagten Futur entschieden, weil ich hier je nach Körperpartie das Rausstehen der Klinge einstellen kann.

Ich habe es mir nicht vorstellen mögen, aber ich muss sagen: Nachträglich könnte ich mich ärgern, so lange mit dem Plastikhobel vorlieb genommen zu haben. Ein schwerer, solider Hobel von guter Qualität schafft es tatsächlich mich noch weiter in Erstaunen zu versetzen. Durch das Gewicht gleitet er wirklich wie von selbst über die Haut und eine eigene Steuerung des Drucks wird unnötig. Einfach nur gleiten lassen und das Gewicht und die Bauart übernehmen den Rest.

Es ist als hätte ich rasieren nochmal neu für mich entdeckt. Das nochmals verbesserte Ergebnis seidenweicher Haut spricht ebenfalls für sich.

Simple Winke - Rasieren mit Hobel und Seife

ABER WIE?

Ein Hobel sieht durchaus etwas speziell aus und verspricht mehr Gefahr als ein sogenannter Systemrasierer. Tatsächlich muss ich sagen, dass ich – mit Respekt zur Klinge – keine größere Gefahr erkennen kann als auch sonst zum Rasieren.

Wichtig ist hier, dass der Hobel nicht angedrückt wird und man ihn nur, sanft und in einem ca. 45° Winkel, über die Haut gleiten lässt. Tatsächlich ist mir das mit dem Plastikgeräten nicht so leicht gefallen. Aber wenn Du dies im Hinterkopf behält, ist es definitiv vorteilhaft für Ergebnis und Hautsicherheit.

Die Effizienz des Hobels mit einer anständigen Klinge, ist definitiv höher als die eines Machxyz und Konsorten, weshalb das „Gleiten“ auch logischer und das Andrücken und sonstige Misshandeln von Haut weniger nötig erscheint.

Setup und Empfehlung für eine gute, gesunde Rasur

  • Gleitmittel / Seife / Schaum

    Das ich ein Seifen-Fan bin, ist auf diesen Seiten wohl eher kein Geheimnis mehr. Schaum ist definitiv nicht mein Fall Alleine die zugehörigen Stichworte (Dose, Druck, voluminöser Schaum) passen schon nicht zu mir, Minimalismus, Natürlichkeit, Nachhaltigkeit und co. Natürlich gibt es hier die Möglichkeit der klassischen Rasierseife, die mit einem Pinsel zu einem kräftigen Schauem angerührt wird. Auch viele fertige Produkte versprechen allerlei. Ich verwende einfach eine gute reichhaltige Seife. Inzwischen am liebsten eine, die direkt auch einen leichten Peeling-Effekt hat. Z.B. mit Mandel- oder Olivenkernstückchen. Dadurch spare ich mir das vorherige Peeling, zusätzliche Kosmetik und habe Peeling und Rasierschicht in einem.

Simple Winke - Seifen: Perfekt für die Körperpflege

Besonders hat es mir die Mandelkern-Seife von Savion angetan. Savion führt aber auch spezielle Rasierseifen. Falls Du (noch) kein Seifenfan bist, tut es vielleicht auch Dein reichhaltiges Duschgel, das was Du sonst für die Nassrasur nutzt oder auch einfaches Olivenöl.

  • Rasierhobel

    Meine Hobel-Laufbahn hat zwar mit einem einfachen aus Plastik begonnen, aber gerade deshalb kann ich Dir nur ans Herz legen, gleich „richtig“ zu starten. Rasierhobel gibt es in recht guter Qualität bereits ab rund 25 €. Nach oben sind natürlich wenig Grenzen gesetzt. Meinen etwas kostenintensiveren Merkur Futur habe ich angeschafft, nachdem ich sicher war, dass Hobel das richtige für mich sind. Heute würde ich nicht nochmal mit Plastik anfangen. Zusätzlich möchte ich Dir raten mit einem geschlossenen Kamm zu beginnen. Ich persönlich kann mir zwar nicht vorstellen jemals auf einen offenen Kamm umzusteigen, aber generell würde ich sagen, dass dies mehr etwas fortgeschrittene Enthusiasten ist :)

    Der Hobel mit offenem Kamm bietet rund ein Zehntel mehr Angrifsfläche der Klinge und wird daher hauptsächlich von Männern bevorzugt, die einen kräftigen Bartwuchs haben oder sich weniger häufig Rasieren und daher mehr abzunehmen haben.

    Die Rasur mit einem geschlossenen Kamm scheint generell die schonendere und sanftere Variante (und aus meiner Sicht auch die sicherere :).

    Simple Winke - Rasieren mit Rasierhobel

  • Für danach

    Nach dem Rasieren wasche ich die Seifenreste sorgfältig ab und öle die rasierte Körperpartie mit einem Misch aus Mandel-, Kokos-, und Eukalyptusöl ein. Diese Kombination wirkt gleichzeitig antibakteriell, beugt Entzündungen vor, desinfiziert und gibt der Haut Feuchtigkeit zurück. Übrigens habe ich diese Mischung immer bereit, da ich diese gleichzeitig auch als generelles Gesichts- und Körperöl nutze und keine weiteren Bodylotions, Gesichtscremes etc. besitze. Wie oben beschrieben, habe ich mit vielen Nachbehandlungen experimentiert. Allerdings sind aufwändigere „Methoden“ – neben meinem Ölmix- und Mittel seit meiner Umstellung auf Rasierhobel (und Messer) mit scharfer Klinge mit pflegender Seife unnötig geworden.

  • Für kompliziertere Stellen

    Wie schon am Anfang geschrieben sind die Vorlieben für Körperbehaarung sehr unterschiedlich. Damit kann es sein, dass Du vielleicht auch ein paar knifflige Stellen – wie z.b. den Intimbereich – zum Rasieren hast, an welche Du Dich mit einem Hobel weniger dran trauen würdest. Für solche „Stellen“ alle habe ich für mich auch eine Lösung gefunden: Ein Rasiermesser mit einem Effilieraufsatz. Der Aufsatz wirkt wie eine Barriere und bietet aus meiner Sicht einen guten Schutz. Zudem ist ein Messer doch um einiges flexibler als ein recht klobiger Hobel. Das Rasiermesser erweist mir auch unterwegs gute Dienste, wenn ich den Hobel mal zuhause lassen möchte.

Simple Winke - Rasieren mit Rasiermesser und Seife

„Anleitung“

  1. Zu rasierende Körperpartie gut nass machen.
  2. Ggf. ein Peeling vornehmen. Je nach Häufigkeit der Rasur würde ich dies nicht immer exzessiv tun. Generell sollte die Haut geschmeidig gehalten und ggf. Regelmäßig mit Feuchtigkeit (meineEmpfehlung: Öl) versorgt worden werden.
  3. Mit Seife, Schaum o.ä. gut einreiben, um eine schützende und gleitende Schicht zu produzieren.
  4. Rasierhobel sanft über die Haut gleiten lassen. An sehr empfindlichen stellen ggf. nur mit dem Strich rasieren.
  5. Nach der Rasur mit gewünschtem Öl (bzw. Ölmischung) einreiben.

Simple Winke - Rasieren mit Rasierhobel und Seife

Fazit

Nachdem ich mich über die Jahre durch annähernd alle Haarentfernungstechniken und Nachbehandlungsempfehlungen probiert habe, habe ich am Ende meine „simples“ und wirksames Setup für ein „perfektes Rasierergebnis“ gefunden: Pflegende (und ergänzend Peelende) Seife, Rasierhobel / Rasiermesser mit guter Klinge und zur Nachbehandlung und generellen Pflege gutes Öl (je nach Bedarf mit ein paar Tropfen ätherischem Öl versetzt).

Links

Rasierhobel & Messer & Pinsel

Hobel

  • Merkur Futur – Der Flexible und meine Wahl

    Vom traditionsreichen deutschen Unternehmen in Solingen gefertigt und durch den verstellbaren Seifenspalt ideal für den ganzen Körper geeignet. Dazu finde ich ihn richtig schick, der Klingenwechsel ist schnell und einfach und durch das Gewicht gleitet er wie von selbst über die Haut. Und nein, ich werde (leider) nicht von Merkur gesponsert :)

  • Mühle R89 – Der Klassiker und Preis-Leistungs-Hit
  • Edwin Jagger – Der Günstige
  • Wilkinson Classic – Plastik & Billig

    Ich traue mich ja kaum ihn Hobel zu nennen, aber der Vollständigkeit halber: dies war mein erster :)
    Nachträglich kann ich aus Erfahrung sagen: Mit diesem kannst Du keine echte Rasierhobel-Erfahrung machen. Handling, Ergebnis und Gesundheitsfaktor sind in Qualität weit von einem echten Hobel entfernt. Bevor Du aber weiter beim Systemrasierer bleibst, kann er bzgl. Kostenfaktor ein Einstieg sein.

Messer

Dies ist natürlich kein wunderschönes und „richtiges“ Rasiermesser. Ich persönlich habe dieses einfach neben meinem Hobel für Körperstellen wo ich mir etwas mehr Flexibilität im Gerät wünsche. Der Jaguar ist demnach defintiv keine Empfehlung, wenn Du STATT Hobel mit Messer rasiere möchtest.

Klingen

  • Astra Rasierklingen

    Wie beschrieben, habe ich bis vor kurzem an meinem ersten Päckchen „gearbeitet“ und mir danach erneut die Astra gekauft. Meine Erfahrungen (und Empfehlungen) in Bezug auf Rasierklingen sind demnach nicht vielseitig.

Pinsel

  • MÜHLE – Rasierpinsel – CLASSIC Serie – Silvertip Fibre® S – Edelharz schwarz

    Wie im Artikel geschrieben, habe ich für mich herausgefunden, dass ich den Pinsel mit klassischer Rasierseife nicht benötige. Für diese Erfahrung habe ich aber tatsächlich – ganz klassisch – meine Erfahrungen mit Pinsel hinter mir. Nach ein paar Einsätzen, habe ich meinen Mühle Pinsel einem Freund geschenkt, wo er – wie auf dem Foto im Artikel zu sehen ist – ein gutes und wertschätzendes Zuhause gefunden hat :)

    Der Klassiker von Mühle hat ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und dürfte auch bei Veganern Anklang finden, da er die Dachse verschont (Rasierpinsel wurden tradionell mit Dachshaar gefertigt) und mit dem begangen Silvertip Fibre® ausgestattet wurde.

Seifen, Seifen, Seifen

Ja, ich habe einen Seifentick, aber sie sind ja auch so praktisch, meiner Meinung perfekt für die Körperpflege geeignet und haben für mich einige Probleme im Bereich Körperpflege gelöst. Dadurch konnte ich auch schon jede Menge Menschen mit meinem Tick anstecken. Dich auch?

Simple Winke - Seifen: Praktisch und gut für die Haut

Sole / Salz

Seifen mit Peelingeffekt

Rasierseifen

Als Rasierseifen deklarierte Seifen, beziehen sich darauf, dass sie für die Anwendung mit Rasierpinsel konzipiert wurden. Wie gesagt meiner Ansicht nach nicht unbedingt notwendig, aber traditionsreich und vielleicht ist Dir der Schaum wichtiger als mir.

Weitere Seifen

Hier noch weitere Seifen, die sich aufgrund von Konsistenz und Inhaltsstoffen meiner Meinung nach zum Rasieren und zur Nachsorge eignen.

Peeling und Aufbewahrung

Perfekt für Aufbewahrung und gleichzeitig auch für die Anwendung als sanftes Peeling geeignet: Mein Lieblings-Accessoir: Das Seifensäckchen.

Öl

Quellen und Links zum Weiterlesen

Fotos

Wie erklärt habe ich nur einen kurzen Ausflug in die Rasierwelt mit Pinsel unternommen. Markus, der neue Besitzer meines Rasierpinsels, hat mir daher extra ein klassisches Rasierpinsel-Fotos für meinen Artikel erstellt. Danke, Markus!

Alle anderen Fotos sind wieder von meinem eigenen Equipment (und meiner eigenen Haut :)

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2 Kommentare

  • Reply Nina 11. Februar 2018 at 10:18

    Du schreibst, dass du eine Mischung aus Mandel-, Kokos-, und Eukalyptusöl nach dem Rasieren verwendest. Darf ich fragen, in welchen Verhältnis du diese 3 Zutaten mischst?

    Liebe Grüsse, Nina

    • Christin
      Reply Christin 11. Februar 2018 at 15:59

      Hallo Nina.
      Natürlich darfst Du fragen! Ein richtiges Rezept habe ich dafür allerdings nicht. Im Winter bevorzuge ich etwas mehr Mandelöl, damit die die Mischung nicht oder nicht zu hart wird, wenn die Temperatur unter 24 Grad fällt. Ansonsten mische ich das mehr oder weniger aus dem Handgelenk. Mandel- und Kokosöl haben ähnliche positive Eigenschaften und eigenen sich beide perfekt – auch alleine, falls mal für Mischung keine Zeit ist. Ich würde sagen, dass es bei mir meist mehr oder weniger auf das Verhältnis 1:1 herauskommt. Manchmal mische ich auch noch ein paar Tropfen Hanf- oder Avocado-Öl dazu. Besonders Avocado macht das Öl noch reichhaltiger. Also dann z.B. gut für trockene Haut geeignet. Allerdings verfügt Avocado wirklich ein bisschen über Salat-Geruch :) Generell kann ich Dir empfehlen, Dich weniger auf ein Rezept, sondern eher auf Dein Gefühl zu verlassen. Spüre die Konsistenz, teste aus was Deine Haut mag und variiere einfach ein bisschen. Auf 100 ml Kokos-Mandel gebe ich nie mehr als 17 Tropfen ätherische Öle, z.B. Eukalyptus. Ansonsten kann es zu stark werden. Wenn Du mit Deiner Haut und ätherischen Ölen noch keine Erfahrung gesammelt hast, würde ich mit noch weniger anfangen. Bis zu „meinen“ 17 Tropfen, kannst Du die Menge – abgesehen von der Empfindlichkeit Deiner Haut und der Art des ätherischen Öles – auch davon abhängig machen, wie intensiv der Geruch sein soll. Ich hoffe das hilft Dir weiter.
      Herzliche Grüße Christin

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